Wieso Weidegans?

Als Futtergrundlage einer Weidegans dient im Gegensatz zu einer intensiv gemästeten Gans Weidegras. Ziel ist es, die Tiere so natürlich wie möglich auf ein vernünftiges Schlachtgewicht zu bringen. Zudem ist die Weidegans durch ihre saisonale Abhängigkeit und ihre extensive Haltung (Weidehaltung) ein ideales, nachhaltiges Nutztier.

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Allgemeines

Mit der Gans sind Bräuche, Ereignisse, Liedgut wie auch Comics eng verknüpft. Vielleicht kennen Sie das Lied „Fuchs du hast die Gans gestohlen“, die „Gansabhauet“ in Sursee oder den berühmtesten Glückspilz von Walt Disney „Gustav Gans“. Dieses Tier kann laut sein, ist edel und verkörpert wichtige Termine im Kalenderjahr (Martini – Steuertermin und Zinstag im Mittelalter, Weihnachtsgans).

Bei uns kennt man insbesondere die Emder Gans, die Pommersche Gans, die Höckergans oder die Diepholzer Gans. Als ausgesprochenes Weidetier ist die Pommersche Gans bekannt. Sie kann bis zu 8 Kilo schwer werden und legt bis zu 20 Eier pro Tier und Legeperiode. Aufgrund des Einflusses der Tageslichtlänge wird in der Regel von Ende Januar bis Anfang Juni gebrütet.

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Aufzucht

Die Gänse schlüpfen schon auf dem Betrieb oder werden von einer Brüterei frisch nach dem Schlupf auf den Bauernhof gebracht. Die ersten Lebenstage verbringen die sogenannten Gössel in einem beheizten Stall. Wobei die Jungtiere bereits ab der dritten Woche auf die Weide gelassen werden können. So gewöhnen sie sich allmählich an die äusserlichen Bedingungen und können schon die ersten Happen frisches Weidegras essen.

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Haltung

Die Gans gehört wie die Enten zu den Wassergeflügeln. Das heisst, dass sie auf eine Schwimmgelegenheit angewiesen ist. Dies um ihre Gefieder zu putzen, um die richtige Feuchte bei der Brut der Eier zu gewährleisten oder zur Stimulierung und Paarung.

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Weide

Nach rund 7-8 Wochen Aufzucht ist die Gans vollständig gefiedert und wird zum Weidetier. Die Weide soll nicht zu weit vom Stall entfernt sein, da Gänse nicht gerne laufen, schon gar nicht ältere. Durch die kurze Distanz kann man zudem die Gänse am Abend wieder in den Stall holen als Schutz vor Fuchs oder Marder. Den Gänsen wird die Nacht im Stall noch schmackhafter gemacht, wenn beim Einlass noch als Ergänzungsfutter etwas Getreide gefüttert wird.

Durch die lange Weidemastdauer von 26 bis 35 Wochen mit viel Gras und Bewegung ist das Fleisch einer Weidegans geschmackvoll und zart. Und dies bei geringem Bratwasserverlust.

Für Sie bedeutet das, mehr Gans in der Pfanne.

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